Tauchplatzkarten in 3D von Ocean Maps

Wer kennt sie nicht, die kleinen Kunstwerke von Tauchguides. Selbsgemalte Karten von Riffen und Tauchplätzen gehören zu jedem Briefing dazu. Wenn es nach Ocean Maps aus Salzburg geht, gehörten diese Karten allerdings der Vergangenheit an. Denn Ocean Map entwickelt, erstellt und verkauft Unterwasserkarten in 3D. Die 8 Mitarbeiter sitzen in Salzburg und arbeiten fleissig an der Aufnahme von Riffen und Tauchplätze in ihr Angebot. Ich schreibe hier über die frei verfügbare Gratisversion, die den Tauchplatz Big Brother im Roten Meer  beinhaltet.

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Ocean Maps – innovative 3D Karten aus Salzburg

Laut Ocean Maps gibt es momentan bessere Karten vom Mars als von der Unterwasserwelt unsers Planeten. Daher hat es das kleine Start-Up es sich auf die Fahnen geschrieben, diesen Misstand zu ändern. Die Firma erfasst Tauchplätze mit einem hochauflösenden Side Scan Sonar. Die Sonardaten werden weiterverarbeitet und  die 3D Karten erstellt. Die Erfassung eines Tauchplatzes dauert etwa einen halben Tag, es werden 1-3 Leute gebraucht.

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Taucher können über die App von Ocean Maps die Karten auf dem Laptop, iPads und iPhone nutzen. Die Karten der Tauchplätze kann man herunterladen, so dass keine Internetverbindung notwendig ist um sich im Urlaub auf den Tauchgang vorzubereiten.

Die Preise und Bundles von Ocean Maps

Die Preise sind gestaffelt, ein Tauchplatz kostet € 9,99, das komplette „Rote Meer Bundle“ mit 100 Tauchplätzen liegt bei € 159,99. Dazwischen gibt es verschiedene Pakete zu verschiedenen Preisen. Über die Auswahl der Bundles, und dem Download einzelner Karten aus dem Bundle kann ich nichts sagen. Zur Mitnahme während des Tauchganges bietet Ocean Maps Plastikkarten der Tauchplätze an, diese kosten pro Stück € 9,90.

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Scuba Diving Apps auf dem Macbook

Die App ist übersichtlich und leicht bedienbar. Man findet sofort den Tauchmodus, der das virtuelle abtauchen am Tauchplatz ermöglich. Ich fand die ersten Schritte in diesem Tauchmodus zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Bis ich verstanden  hatte, wie  ich mit den Pfeilen navigier, hat es ein wenig gedauert, aber man hat den Dreh schnell raus. Der Prozessor muss allerdings hart arbeiten, auch bei 8GB RAM. Mein Macbook wurde bei der Nutzung der App sehr  schnell heiss und die Lüftung schnaufte  wie ein asthmatischer Kojote.

Scuba Diving Apps auf dem iPhone 6

Auf dem iPhone läuft die App sehr viel flüssiger und schneller als auf meinem Macbook. Die Bedienung am Touchscreen ist intuitiv, mit den üblichen Wischgesten kann man sich den Tauchplatz ansehen. Läuft, wackelt nicht und funktioniert.

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Die Nutzung  von Scuba Diving Apps 3D Karten

Mit Ocean Maps kann man sich sicherlich sehr genau auf einen Tauchgang vorbereiten. Es gibt 4 verschiedene Ansichten eines jeden Tauchplatzes und jede Menge Informationen wie Tiefen, Strömungen, Temperatur, Fotos, Ankerplätze, den Meeresboden und Besonderheiten wie Wracks. Guides können  Ocean Maps für ihr Briefings auf einem großen Bildschirm nutzen und sparen sich das Malen von Riffkarten. „Die Ocean Maps sollen die Briefings nicht ersetzen, sondern unterstützen. Keiner soll nur noch mit seinem Smartphone spielen und die Guides ignorieren“, sagt der Geschäftsführer Thomas Nemetz. Wer während des Tauchganges die Karte lesen möchte, muss auf die Dive Cards zurück greifen oder auf ein wasserdichtes mobiles Gerät.

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Fazit Ocean Maps

Nostalgiker wie ich mögen die selbstgemalten Riffkarten der Guides, es sind wahre Kunstwerke dabei. Dennoch wird eine selbstgemalte Karte nie die Realität so genau abbilden wie die 3D Karten. Denn die gezeichnet Karten basieren auf den subjektiven Eindrücken der Guides. Ocean Maps bildet aber die Realität der Unterwassertopographie ab. Außerdem spiegelt Ocean Maps den generellen Trend hin zu mehr Technologie und mobilen Applikationen wieder.

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