Unbekanntes Europa. Teil 5: Schnorcheln im Blue Eye.

Das Blue Eye in Albanien

Für eine Wasserratte und Tauchfanatikerin wie mich bot unser Roadtrip durch Mazedonien, dem Kosovo und Albanien zunächst relativ wenig Möglichkeiten zum Abtauchen. Lediglich einen einzigen Tauchgang im Ohridsee konnte ich machen.  Daher war meine Freude riesig, als wir uns auf den Weg zum Blue Eye (albanisch Syri i Kälter) machten. Endlich wieder Wasser. Das Blue Eye ist eine Karstquelle und liegt quasi auf dem Weg von Gjirokastra an die albanische Riviera. Es ist berühmt für sein glasklares Wasser.

Das Blue Eye liegt in einem Naturschutzgebiet, die Anfahrt durch die Berge ist ebenfalls sehr idyllisch. Über eine Sandpiste geht es zu einem Parkplatz, der direkt in der Nähe des Flusses Bistrica liegt, in welchen die Karstquelle fließt. Bereits hier bekommt man eine ersten Eindruck, wie wunderschön die Natur hier ist.

Blue Eye Albanien

Die genaue Tiefe des Blue Eyes ist bis heute nicht bekannt. Das Wasser schiesst mit einem starken Druck aus der Tiefe, es ist sehr schwer,  als Schwimmer nahe an oder sogar in die Quelle zukommen. Man kann zwar von einer Plattform direkt hineinspringen, wird aber sehr schnell abgetrieben.

Blue Eye Albanien

Tauchen im Blue Eye

Hier seht ihr ein Video von Tauchern, die es dennoch versucht haben auf den Grund der Quelle zu tauchen. Bei 50 Metern war Schluss, aber niemand weiss wie tief die Quelle wirklich ist.

Schnorcheln im Blue Eye

Neben dem Druck ist die Wassertemperatur eine echte Herausforderung für Schwimmer und Schnorchler. Ich habe mich nur im Bikini mit meiner Unterwasserkamera in die Fluten gestürzt. Das Wasser hatte ganze 12 Grad, die Außentemperatur betrug gute 30 Grad.

Blue Eye Albanien Blue Eye Albanien Blue Eye Albanien  Blue Eye Albanien

Meine Extremitäten brauchten eine gute halbe Stunden um den Temperaturschock zu verarbeiten. Aber es hat sich gelohnt. Das Wasser ist glasklar, es schimmert in Millionen von Grün – und Blautönen. Die Steine sind mit knallgrünem Moos bewachsen. Leider habe ich es immer nur relativ kurz unter Wasser ausgehalten. Wer besser organisiert ist als ich, nimmt einfach einen Neoprenanzug und Flossen mit. Dann hält man es auch länger im Wasser aus und kann besser gegen den Wasserdruck schwimmen. Das Blue Eye ist wirklich eines der Highlights in Albanien. Auch wenn es recht überlaufen und längst kein Geheimtip mehr ist, sollte man sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen. Wer an der Küste Albaniens Urlaub macht, kann diesen entzückenden Ort gut von Sarande aus erreichen. Nach unserem kurzen Zwischenstop setzten wir unser Fahrt an die Küste vor, unser Ziel war der kleine Küstenort Ksamil.

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