Ägypten. Entspannung pur in Wadi Lahami.

Das Wadi Lahami Dive Camp von Red Sea Diving Safari (RSDS) ist eines von 3 Hotels in der Lahami Bucht, danach gibt es nur noch den gut bewachten Checkpoint nach Shalatin, wo ich freundlich aber bestimmt zum Umdrehen aufgefordert wurde. Für die Fahrt zum Kamelmarkt nach Shalatin braucht man wohl als Tourist eine spezielle Genehmigung – oder man fährt in einer Reisegruppe hin – und Hotels gibt es weiter südlich gar keine mehr. Hier findet ihr auch ein Interview mit dem Leiter des Camps.

Wadi Lahami ist das kleinste und abgeschiedenste Camp von Red Sea Diving Safari. Im Vergleich zu Marsa Shagra ist es viel einfacher, kleiner und weniger luxuriös. Wie in Shagra kann man zwischen Chalets und Zelten wählen, die Chalets haben allerdings keine Klimaanlage (braucht man finde ich auch nicht) und keine Fernseher. Die Stille und Ruhe sind einfach himmlisch.

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Es gibt morgens ein winziges Buffet, mittags und abends wird das Essen serviert. Leider ist das Essen recht eintönig, es gibt gefühlt  jeden Abend eigentlich nur Huhn. Nach 3 Tagen kann man das Federvieh nicht mehr sehen, auch wenn es wirklich gut zubereitet ist. Softdrinks sind im Preis inklusive, Bier und andere alkoholische Getränke kann man käuflich erwerben.

Ich liebe die Abgeschiedenheit und Ruhe in Lahami. Durch die Mangroven zu beiden Seiten ist man gut vor den Nachbarn geschützt, man bekommt noch weniger von der Außenwelt mit als in Marsa Shagra. Durch die geringe Größe der Anlage und der kleinen Anzahl an Gästen ist es ein herrliches Fleckchen Erde um perfekt zu entspannen und abzutauchen, sowohl über wie auch unter Wasser.

Lahami_Bay_ Red Sea Diving Safari_Rotes Meer_Tauchen-2Lahami_Bay_ Red Sea Diving Safari_Rotes Meer_Tauchen-5 Lahami_Bay_ Red Sea Diving Safari_Rotes Meer_Tauchen-6Getaucht wird drei bis vier Mal am Tag, die ersten beiden Tauchgänge werden vom Zodiac aus gemacht, je nach Wind und Wetter wird der Tauchplatz ausgesucht. Die Pause wird auf dem Speed Boot gemacht, nach dem 2. Tauchgang geht es zum Mittagessen zurück. Der dritte Tauchgang wird am Hausriff in Shab Rur gemacht. Selbiges gilt für den Night Dive, sobald sich 2 Taucher finde, dürfen sie ins Wasser. Von Lahami aus kann man einige der besten Tauchplätze des Südens anfahren. Fury Shoals sind nicht weit weg, die gehören zu den Highlights jeder Tauchsafari.

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Neben Tauchen kann man Kite Surfen, perfekt ist die Aufteilung zwischen Kitern und Tauchern. Man kommt sich garantiert nicht in die Quere. Auch ein Spaziergang zu den Mangroven bietet sich an, hier können seltene Vogelarten beobachtet werden.

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Für Schnorchler ist Marsa Lahami nur bedingt geeignet, da auch die Schnorcher mit dem Zodiac rausfahren müssen. Auch das Hausriff Shab Rur ist nur mit dem Zodiac zu erreichen. Für Anfänger eignet sich Marsa Shagra daher deutlich besser.

Was wirklich fehlt ist ein Jetty. Der Weg zum Zodiac kann je nach Flut oder Ebbe verdammt lang werden, auch wenn leidlich das Equipment ohne Flasche getragen werden muss.  Die Standards haben sich nun mal in den letzen Jahren geändert.

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In Shagra geben sich die Angestellten  mehr Mühe mit den Gästen zusammen zu essen und zu plaudern. Es wird auch darauf geachtet, Alleinreisende in Gruppen zu integrieren. In Lahami haben die Guides für sich alleine gesessen und wenig zur Interaktion der Gäste beigetragen. Dieses Camp ist so klein und der Aufwand wäre minimal. Aber dieses ist meine persönliche Meinung, manche wollen auch einfach nur ihre Ruhe vor dem Staff und anderen Gästen.

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