Die boot Düsseldorf. Alle Jahre wieder.

Jedes Jahr bekommt man ab Anfang/Mitte Januar die stets gleichbleibende Frage zugeraunt: „und, wann bist Du in Düsseldorf?“ Man weiß doch gleich, worum es geht.  Es ist die Zeit des Jahres, in welcher das Universum der Taucher auf die Größe einer  Messehalle schrumpft.  Es ist mal wieder so weit. Die boot Düsseldorf, die größte Wassersport-Messe der Welt, öffnet ihre Pforten.

Es geht aber nicht nur um den Tauchsport, auch in den übrigen 16 Hallen tut sich etwas.  Dort findet man  Motorboote, Superyachten, Segler, heiße Surfer und sonstige hippe Wassersportler. Dennoch reicht es bei mir zeitlich selten für einen kompletten Rundgang.

Copyright: Messe Düsseldorf

Die Halle 3 ist der internationale Mikrokosmos der Taucher. Eine Miniaturausgabe der globalen Taucherwelt, in der man von den Malediven zu Fuß nach Ägypten gehen kann. In Halle 3 kennt man sich, redet miteinander – aber auch übereinander. Eine gesunde Portion Tratsch und Klatsch gehört auch einfach zur boot dazu, sonst wäre es ja langweilig.  Man erfährt, was in der Branche so los ist. Wer redet mit wem, wer schweigt sich an.  Wer hat den Job gewechselt, wer ist nicht mehr dabei und wer ist wieder da? Wer eröffnet neu, wer ist pleite? Was gibt es für neue Produkte und was taugen diese? Alles Fragen, die hier beantwortet werden. Abends gibt es legendäre Partys und  Veranstaltungen wie den Abalone Video Award, zu dem ich eingeladen war.

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Halle 3

Tauchturm in Halle 3

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Helmut Zerlett beim Abalone Video Award

Weniger wichtig ist es für mich, direkt vor Ort eine Reise zu buchen. Die Reiseveranstalter locken  mit  Messeschnäppchen. Man soll motiviert werden, direkt vor Ort zu buchen, was ja verständlich ist. Nur bin ich selber einfach nicht jemand, der  am Stand  eine Reise bucht. Dazu besteht keine Notwendigkeit, denn die Messpreise werden von vielen Ausstellern bis in den April hinein angeboten. Der Begriff „Messeschnäppchen“ scheint  daher ein dehnbarer  zu sein. Buchen kann ich auch ganz in Ruhe von zu Hause aus .

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Am Rande der Halle 3 warten die Händler mit weiteren vermeintlichen Messe-Sonderpreisen auf die Taucher. Mir ist es einfach viel zu anstrengend, das Sortiment durchzugehen, selbst wenn ich etwas Bestimmtes brauche. Da müsste ich immer den genauen Preis vieler Produkte im Kopf haben oder mit einer Liste über die Messe laufen. Dazu verkaufen eigentlich alle das gleiche und das in viel zu großen Mengen. Von überall leuchten grelle Schilder mit „Schnäppchen“ den Besuchern entgegen. Ich fühle mich schnell  überfordert. So habe ich gar keine Lust, mich auf der Messe in einen Taucheranzug zu quetschen. Das mache ich lieber gemütlich, beim  Fachhändler meines Vertrauens,  im Geschäft.

Auch wenn ich nicht gleich vor Ort buche oder kaufe, beeinflussen mich die Menschen, die ich auf der Messe kennenlerne. Für mich wird das Internet den persönlichen Kontakt einfach nicht ersetzten. Die boot motiviert mich auch, wieder in bestimmte Länder zu reisen. Einfach  weil ich mich erinnere, wie schön es dort war und was für nette Menschen ich dort kenne.

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Für mich war die boot 2016 besonders spannend,  da ich zum ersten Mal als Bloggerin unterwegs was. Ich  konnte direkt vor Ort an Menschen herantreten, über die ich gerne schreiben möchte.  Ohne die boot wäre ich  auf so manche Idee gar nicht gekommen. Über andere habe ich bereits geschrieben und ich habe mich besonders gefreut, sie endlich persönlich kennenzulernen.

Den  BuddyWatcher habe ich schon testen dürfen und habe die Macher nun endlich mal kennengelernt.

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Besonders habe ich mich gefreut, Linus Geschke kennenzulernen. Den tauchenden Journalisten  habe ich  schon  interviewt.

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Über Facebook habe ich immer wieder mit den Gründern und Eigentümern von LexiBö geplaudert. Nun nutzte ich die Gelegenheit, sie kennenzulernen und ihre T-Shirts in Augenschein zu nehmen.

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Ägypten liegt mir  einfach am Herzen. Ich war in den letzten Jahren oft und lange am Roten Meer unterwegs. Momentan ist die Lage für Ägypten nicht einfach, Touristen meiden das Land. Ich hoffe, dass die Situation sich bessert und sich dadurch der Tourismus wieder erholt. Ägypten lebt nun mal von den Touristen. Ich habe in Ägpyten viele Freundschaften geschlossen. Immer wieder besuche ich  diese Tauchbasen , wenn ich am Roten Meer bin. Diesen Menschen verdanke ich wirklich einmalige Erlebnisse, habe Gastfreundschaft pur erlebt und freue mich immer, sie in Düsseldorf zu sehen.

Rafik und Sarah von Red Sea Diving Safari,

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Essam von Ducks Diving

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Kerstin Ehlert von Shams Alam

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Tom Biniok, der wieder bei der Heaven-Flotte in Ägypten angeheuert hat. Einer, der seinen Job mit Leidenschaft macht und das Rote Meer verdammt gut kennt.

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Ein Wiedersehen mit Donald von Dahlen von den Extra Divers in Aqaba. Da muss ich echt bald mal wieder hin!

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Matthias Hanuschka, Eigentümer von Triton Diving in Vrsar. Immer einer meiner Fixpunkte auf der  Messe und meine Anlaufstelle in Kroatien.

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Auch die Österreicher sind auf der boot vertreten.

Der Traunfall ist einfach immer ein Highlight und Eigentümer Franz Prammendorfer ist ein Original der Taucherszene in Österreich. Inzwischen verstehe ich ihn auch, wenn er mit mir redet, trotz seines Dialektes.

Den Grüblsee habe ich erst letztes Jahr entdeckt, da muss ich 2016 unbedingt nochmal hin. Den Beisatz „Alpenaquarium“ trägt der See zurecht.

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Ich freue mich schon auf die boot 2017!

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