In eigener Sache: für Toleranz und Mitgefühl.

Ich bin Taucher. Taucher zu sein bedeutet für mich unter anderem, dass ich gerne reise und eine unglaubliche Neugierde auf fremde Kulturen und fremde Länder habe. Ich habe auf meinen Reisen Freunde fürs Leben gefunden, Menschen, die immer  ihre Hand ausgestreckt haben, wenn ich in Schwierigkeiten war. Menschen, die mit mir gelacht und geweint haben.

Ich bin in Familien aufgenommen worden, diese Leute haben ihre Wohnungen und ihre Herzen für mich geöffnet.  Ich war keine Fremde zu Besuch, ich war und bin Teil ihrer Familien. Ich bin dort stets willkommen.

Die Flüchtlinge, die nun zu uns strömen, haben das Recht, sich ebenfalls willkommen zu fühlen. Gerade wir Taucher sind doch weltoffen, tolerant und haben Mitgefühl. Viele zeigen ihre Empörung gerne auf Facebook, zum Beispiel wenn Wale abgeschlachtet werden. Daher müssen wir aufschreien, wenn Menschen diskriminiert und schlecht behandelt werden, verdammt nochmal.

Ich bin oft im arabischen Raum gereist, ich habe Gastfreundschaft, Respekt und Toleranz erlebt. Dort, wo wir tolle Tauchgänge machen, sterben nicht allzu weit weg Menschen und viele versuchen, sich zu uns zu retten.

Viele von uns Tauchern haben enge Freunde  auf der ganzen Welt. Wir haben keine Angst vor fremden Kulturen, Sitten und Religionen, sondern wir respektieren sie und tauchen mit Freude in fremde Welten ein. Wir haben Gastfreundschaft genossen, wurden gut behandelt und waren willkommen. Lasst uns etwas zurück geben. Heissen wir die Menschen einfach willkommen und versuchen wir, zu helfen. Sie wollen einfach nur ihr Leben retten und hoffen auf eine menschenwürdige Zukunft.

Wer nicht selber aktiv helfen kann, weil  keine Zeit oder auch kein Geld zur Verfügung steht, kann dennoch was tun. Und zwar den Mund aufmachen, wenn dieser Typen die gequirlte Scheiße, die sich in dem Vakuum zwischen ihren Ohren befindet, raus lassen. Auch wenn Argumente bei denen selten ankommen, sollte man sich wehren. Habt Mut zu Konflikten haben und haltet dagegen. Sagt, dass ihr nicht so denkt. So viel kann jede/r tun.

 

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