Mein erster Tauchgang in Deutschland. Die Ostsee.

Da ich nun schon lange Jahre in Österreich lebe und immer nur relativ kurz an Wochenenden in Deutschland zu Besuch war, habe ich es noch nie geschafft in der alten Heimat abzutauchen. Dieses Mal habe ich mir die Zeit für einen Kurztrip nach Fehmarn genommen und habe dort zwei Tauchgänge in der Ostsee gemacht. Die zu Atlantis Berlin gehörende Ostsee-Basis auf dem Campingplatz Wulfener Hals war meine Anlaufstelle. Die Einfahrt zur Basis über den Campingplatz ist problemlos. Neben dem Büro gibt es einen Pool für die Ausbildung, die Tauchsachen werden in einem Zelt  verstaut und aufhängen kann man das Gerödel auch. Ein dickes Danke geht an das Team für die Hilfe mit meiner Ausrüstung! Der Service ist wirklich gut und die Atmosphäre familiär.

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Mit dem Speedboot ging es raus zum Wrack der Docktor. Das 100 Meter lange Schiff liegt auf ca. 13 Metern Tiefe und ist komplett mit Muscheln bewachsen. Auf dem Grund befindet sich ein wahrer Teppich von Seesternen. Die Sicht war mit 3-5 Metern ganz gut. Die Docktor wurde, nachdem sie in einem Orkan leck schlug, kontrolliert versenkt. Es war so, wie ich mir die Ostsee vorgestellt habe. Gefroren habe ich in   meinem Trocki nicht, aber mit ca. 13 Grad war es auch nicht wirklich kalt.

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Mir haben es die Quallen besonders angetan, ich habe hier ein wenig mit Lightroom gespielt und die  wabbeligen Tierchen in schwarz-weiß in Szene gesetzt.

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Am nächsten Tag ging es zum Tauchplatz „Bagger“. Ingo Oppelt, Autor des Buches „Wracktauchen westliche Ostsee„, war mit an Board und hat uns die Geschichte des Baggers erzählt. Dieser war für Arbeiten nach Fehmarn gebracht worden. Als der Bagger auf einem Ponton zurück geschleppt wurde, bemerkte man erst im Hafen, das der Bagger weg war. Einige Jahre später wurde er von einem Vermessungsschiff entdeckt und die Geschichte rekonstruiert. Die Finder hatten nämlich keine Ahnung, wie dieser Bagger dorthin gekommen war. Heute bietet er auf 13 Metern zahlreichen Dorschen und Seesternen eine neue Heimat. Leider habe ich von dem ganzen Bagger kein einziges gutes Foto. Die Sicht war einfach zu schlecht, um das ganze Ding zu fotografieren.

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Fehmarn selber hat auch abseits der taucherischen Aktivitäten einiges zu bieten, die Insel ist ein Mekka für Kitesurfer. Der wunderschöne Südstrand lockt mit feinstem, weißem Sand und den typischen Strandkörben zum Entspannen ein. Man sollte nur während der Vorsaison rechtzeitig Essen gehen, denn ab 21:30 haben wir schon nichts mehr in den Restaurants bekommen.

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Es war ein wunderbares Wochenende, perfekt zum Entspannen und Tauchen. Die Fotos sind nicht berauschend, da die Sicht einfach nicht gut genug für gestochen scharfe Bilder war. Ich habe meinen Lightroom an seine Grenzen getrieben, die Bilder sind absolut „over-produced“, damit sie zumindest ein wenig die Realität abbilden. Diese ist nämlich überraschend farbenfroh. Ich hoffe daher dass dieser Beitrag den ein oder andern motiviert, auch mal in Deutschland die Gewässer zu erforschen. Es lohnt sich.

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