Teneriffa. Eine alte Liebe.

Kurz nach meiner Rückkehr aus Indonesien flog ich mit Mutti für eine Woche nach Teneriffa. Es ging nicht mit exotischen Never-Come-Back Airlines durch Asien, sondern mit dem Touri-Bomber von Münster nach Teneriffa-Süd. In diesem Jahr sind es 30 Jahre, seit dem wir immer wieder auf diese wunderbare Insel zurückkehren. Es ist schön, ein wenig nostalgisch und extrem erholsam. Denn ich habe einfach nur gar nichts gemacht. Ich habe gut gegessen, viel geschlafen, Zeit mit Mama verbracht und die Orte meiner Kindheit besucht.

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Es gab nichts Exotisches zu entdecken. Keine wilden Tiere, keine Tempel, keine Straßenmärkte. Statt Trekking im Urwald gab es Wandern mit Senioren.

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Ich bin nicht mal getaucht. Klingt langweilig, war aber wunderschön. Ich habe es genossen, morgens nicht um 7 aufstehen zu müssen, um pünktlich an der Tauchbasis zu sein. Ich habe einfach noch ein wenig länger geschlafen. Teneriffa hat zwar recht passable Tauchplätze,  mir war aber dieses Mal der Aufwand einfach zu groß. Außerdem habe ich meine Mutter so nicht den ganzen Tag alleine gelassen, wobei sie das vielleicht ab und an genossen hätte.

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Es war ein starker Kontrast zu meiner Reise nach Indonesien, wo schon die Luft am Flughafen nach Abenteuer, asiatischen Garküchen und Erlebnis schmeckt. Auf dem Flughafen von Teneriffa riecht es nach Zigaretten, altmodischen Parfums und Mottenkugeln. Na ja, ich übertreibe ein wenig. Aber es ist so exotisch wie am Flughafen Münster.

Dennoch habe ich diesen Urlaub in vollen Zügen genossen. Es war alles wie immer. Die Kellner, die Restaurants, die Hotels – ja selbst die Gäste scheinen sich in den letzen 30 Jahren kaum verändert zu haben. Es tut gut, einfach mal nichts zu machen und nicht den Zwang zu haben, etwas entdecken zu müssen. Teneriffa ist für mich wie mein Lieblingsessen. Ich weiss was ich bekomme, ich freue mich darüber und  liebe es immer noch. Auch noch nach 30 Jahren.

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