Unter den Straßen von Budapest. Kobanya Mine, Ungarn.

Anfang März 2016 machte sich das Team von Triton Diving zusammen mit den Alpentekkies Tirol auf den Weg nach Budapest, um dort die geheimnisvolle Kobanya Mine zu betauchen.

Kobanya Mine

Geschichtliches über die Mine

Die Mine liegt im Kobanya (X.) Bezirk von Budapest, was soviel wie Steinbruch bedeutet. Dieser Bezirk ist das Industriegebiet Budapests mit mehreren Steinbrüchen, hier wurde früher der Kalkstein für berühmte Monumente der Stadt abgebaut. Nach der Stilllegung wurden einige Minen zunächst zu Brauereien umgewandelt und im Laufe der Jahrzehnte dem Grundwasser überlassen. So ist es auch bei der von uns betauchten Mine der Fall.

Die Tauchbasis

Kobanya Mine

Um Zutritt zur Mine zu erhalten, muss man sich beim Betreiber Jozsef Spanyol anmelden und einen Termin reservieren. Mittlerweile hat Jozsef ein Gebäude am Eingang der Mine ausgebaut und mit einem modernen Kompressor ausgestattet, es kann also direkt vor Ort gefüllt werden. Dort kann man sich auch aufwärmen, ein WC ist sowohl überirdisch als auch unterirdisch vorhanden. Auch Ausrüstung kann auf Anfrage geliehen werden, Ausbildung wird ebenfalls angeboten und überhaupt ist Jozsef ein unglaublich erfahrener Taucher und ein besonders herzlicher Mensch von dessen Geschichten man einfach nicht genug bekommt.

Die Tauchplätze von Budapest

Kobanya Mine

Es gibt vier verschiedene Haupt-Tauchplätze mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Alle Tauchplätze sind gut ausgeleint und es sind keine Jumps notwenig. Die Tauchgänge selbst werden von Jozsef oder einem lokalen Guide begleitet, da alleine schon im trockenen Bereich der Mine ernsthafte Verwirrungsgefahr droht. Für das ungeübte Auge gleicht ein Gang dem anderen in diesem 25km langen unterirdischen Netz. Die maximale Tauchtiefe beträgt je nach Tauchplatz 35 Meter und die Wassertemperatur liegt zw. 8 und 14 Grad Celsius.

Fazit

Kobanya Mine

Das Gefühl, wenn Jozsef das riesige Eingangstor öffnet und man zum ersten Mal in die Mine hineinfährt ist unbeschreiblich, und genauso freut man sich auch nach dem Tauchgang wenn es wieder hinaus ans Tageslicht geht. Die Mine ist ein geheimnisvoller Ort mit einer bunten und interessanten Geschichte, die man sich unbedingt erzählen lassen sollte.

Die Tauchgänge sind einfach fantastisch, die Tauchplätze könnten unterschiedlicher nicht sein. Besonders die große Halle, die sich über mehrere Stockwerke erstreckt und die wunderbar ausgeleuchtet ist, lässt einem aus dem Staunen nicht mehr rauskommen.

Wir selbst fahren regelmässig dorthin und sind jedesmal wieder begeistert. Auch die Stadt Budapest hat unheimlich viel zu bieten und ist immer einen Besuch wert.

Fotos: Tritondiving.eu, Alpentekkies.at

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