Leben unter Palmen: Sea Bees in Thailand.

Warum nicht Thailand?

Vor 23 Jahren wanderten Helga Langer und Holger Schwab nach Thailand aus. Das tropische Land war nicht unbedingt auf ihrer Liste ganz oben. Der Wunsch, generell im Ausland war aber schon da, beide zog es in die weite Welt. Als sich eine Gelegenheit auf Phuket, Thailand ergab, sich mit einer kleinen Tauchschule selbständig zu machen, entschieden sie sich spontan dafür.

Leben in Thailand

Thailand ist inzwischen ihr Zuhause. Auch wenn Deutschland und besonders Oettingen in Donau-Ries immer die Heimat bleiben werden. Das Leben in Thailand ist bunt, aufregend und irgendwie immer noch exotisch. Von Phuket aus machen sie zu normalen Zeiten gerne Ausflüge in die Umgebung, auch nach Bangkok oder Singapur. So schön die Insel auch ist, es kann sich sehr eng und klein anfühlen, wenn man gar nicht rauskommt.

Auf der Insel selber hat die Familie einen recht geregelten Alltag, Helga und Holger arbeiten viel und gerne. Abends gehen sie mal essen oder legen einen Strandtag ein, wenn die Arbeit es zulässt.

Arbeiten im Paradies

Viele Menschen stellen sich so ein Leben unter Palmen als einen dauerhaften Urlaub mit ein wenig Arbeit vor. So ist es aber gar nicht. Im Gegenteil. Eine Selbständigkeit ist immer ein großes Risiko. Erschwerend kommt hinzu, dass man im Ausland immer als Außenseiter startet und niemand so wirklich auf einen gewartet hat. Man spricht die Sprache oft nicht, muss sich mit den lokalen Gesetzten und auskennen und mit den informellen Strukturen zurechtkommen. Ein Unternehmen in Thailand zu leiten bedeutet, ebenso am Schreitisch zu sitzen wie in Deutschland. Buchhaltung, Organisation, Einkauf, Logisktik, Sicherheit im Tauchbetrieb  und ein Hotelbetrieb auf internationalem Level.

All das in einem Land, in dem der Standard in vielen Bereichen anders ist als in Deutschland. Aber wenn Helga und Holger vor die Tür treten, stehen sie dennoch im Paradies. Weiße Strände, eine atemberaubende Unterwasserwelt und zufriedene Gäste. Dafür leben und arbeiten beide jeden Tag, mit großer Leidenschaft.

Sea Bees in Thailand

Sea Bees sind besonders deutschen Tauchern schon lange ein Begriff. Mit insgesamt 3 Tauchbasen und zwei Resorts, ist für jeden Taucher was dabei. Es finden täglich Ausfahrten mit Tagesbooten statt, die Anfahrten dauern maximal zweieinhalb Stunden.

Von Khao Lak geht es auf die Similan Inseln oder die Phi Phi Inseln, je nach dem was geplant ist. Von Phuket sind Raya Yai, Raya Noi, Phi Phi Inseln, Shark Point und Anemoneriff gut zu erreichen. Zu sehen gibt es eine tropische Unterwasserwelt mit wunderschönen Korallen, Gorgonien, bunten riesigen Fischschwärmen, Leopardenhaie, Blacktips oder Schildkröten.



Hier und da schauen auch mal Mantas an Raya Noi oder ein Walhai vorbei. Generell ist die größere Chance, diese sanften Riesen zu sehen, auf den Similan Inseln oder am berühmten Richelieu Rock. Auch Tauchplätze wie Koh Bon sind fast ein Garant dafür. Der Similan Nationalpark ist jeweils  von  Mitte Oktober bis Mitte Mai für Taucher geöffnet, die Tauchplätze auf Phuket sind das ganze  Jahr über betauchbar. Die Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr über ca. 28-30 Grad.Da Sicherheit und Spaß  immer an erster Stelle stehen, wird immer in kleinen Gruppen von max. vier Tauchgästen pro Tauchguide getaucht.

Für tauchfreie Tag haben die Gäste die Qual der Wahl. Es gibt so viele Bars, Nachtclubs, Restaurants und Möglichkeiten für Tagesausflüge. Helga, Hogler und ihr Team stehen immer zur Verfügung, um Aktivitäten zu organisieren, Tips zu geben und zu helfen.

Für immer in Thailand?

Helga und Holger haben in Thailand mit ihrer Familie und der Tauchbasis schon einige Krisen überstanden. Immer wieder gibt es Aufstände und Demonstrationen gegen die Führung des Landes. Bereits 2008 saßen tausende Touristen fest, nachdem Regierungsgegner Flughäfen blockiert haben. Bisher hat die Lage sich immer wieder beruhigt, aber die politische Situation ist nicht ganz einfach. 2020 hat natürlich auch Thailand massiv unter der COVID-Pandemie gelitten. Deutsche Touristen können kaum noch nach Phuket gelangen. Ohne eine mehrtägige, strenge Quarantäne im Hotel ist die Weiterreise nach Phuket nicht möglich.

Der Tourismus in Thailand ist daher momentan nicht existent.  Eine Katastrophe, für das ganze Land. Denn dieser Wirtschaftssektor steuert rund 20% zum BIP bei. Hilfen für Selbständige gibt es kaum. Der Alltag auf der Insel ist leise und ruhig geworden. Ohne Gäste beschäftigten sich Angestellten mit verschiedenen Dingen auf der Basis und im Hotel, um für die nächste Saison,  gewappnet zu sein.

Was bringt die Zukunft?

Auch wenn eine Impfung gegen COVID in greifbarer Nähe scheint, so weiß niemand, ob diese das ultimavite Heilmittel sein wird. Ob der Tourismus dann wieder anläuft und vor allem wann. Niemand kann vorhersagen, wann sich wieder Taucher auf Phuket tummeln werden. Zu viel ist in den vergangenen Monaten passiert, zu viele unerwartete Dinge sind über die Menschen weltweit hereingebrochen.

Momentan ist es sehr schwer,  die Einnahmen sind minimal, aber die Kosten laufen weiter. Helga und Holger halten dennoch durch, sie haben sich ihr Leben auf Phuket aufgebaut  und die Sea Bees sind ihr Herzensprojekt.

Fotos Copyright: See Bees

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.