Mikroabenteuer: Schnorcheln in Wien.

Kleine Alltagsflucht: Schnorcheln vor der Haustür

In den letzten Monaten habe ich für mein Lieblingshobby Tauchen einfach überhaupt keine Zeit mehr gehabt. Neuer Job, Umzug, Einrichten, Zeit mit der Familie. All das ist zwar auch spannend und schön, aber für Hobbies bleibt wenig Zeit.  Da ich es aber einfach nicht geschafft habe, Tauchen zu gehen, musste eine Alternative her. So habe ich an meinem freien Tag meine Ausrüstung eingepackt, bin in der unmittelbaren Nachbarschaft in die “Naufahrt” gesprungen und war schnorcheln. Eine willkommene Abwechslung vom oft stressigen Alltag.

Schnorcheln Wien Naufahrt

Schnorcheln in Wien

In und um Wien gibt unglaublich viel Wasser. Besonders der 21. und der 22. Wiener Gemeindebezirk bieten mit der Neuen Donau, der Alten Donau sowie den vielen Gewässer in der Lobau unzählige Möglichkeiten, mit wenig Aufwand die Unterwasserwelt zu erforschen. Wer Glück hat, kann man Hechte, Welse, Sonnenbarsche und richtig große Karpfen sehen. Die Sichtweiten variieren sehr stark, so kann man von einigen Metern bis gar keine Sicht alles dabei sein.

Schnorcheln Wien Naufahrt

In den Gewässern im Nationalpark ist Gerätetauchen verboten, die Flasche kann man nur in der Neuen und der Alten Donau anlegen.

Schnorcheln Wien Naufahrt

Schnorcheln Wien Naufahrt

 

Märchenhafte Unterwasserwelt

An diesem traumhaften Herbsttag, bei strahlendem Sonnenschein und 15 Grad Wassertemperatur herrschten perfekte Bedingungen um ein wenig zu fotografieren. Keine Schwimmer, keine Angler und ein herrlich weiches Herbstlicht. Magisch und verwunschen sind die Seerosen, sie verwandeln die Unterwasserwelt in einen Märchenwald.

Schnorcheln Wien Naufahrt

Seerosen, dicht unter der Wasseroberfläche

Schnorcheln Wien Naufahrt

Schnorcheln Wien Naufahrt

Ein Märchenwald aus Seerosen

Schnorcheln Wien Naufahrt

Schnorcheln Wien Naufahrt

Das Schönste am Herbst sind die bunten Bäume. Die Blätter leuchten in allen nur erdenklichen Farben. Die kunterbunte Pracht spiegelt sich im klaren Wasser und schafft auch unter der Oberfläche  eine ganz besondere Atmosphäre. Dieses Foto habe ich  durch die Wasseroberfläche aufgenommen, das bunte Blatt hat sich einfach in das Bild geschummelt.

Schnorcheln Wien Naufahrt

Schnorcheln Wien Naufahrt

Nach meinen Ausflug in die Unterwasserwelt habe ich noch einige Zeit die traumhafte Natur auf mich wirken lassen. Ich habe mich einfach in die Sonne gelegt und die Stimmung genossen. Bunte Herbstblumen und ein riesiger Schwarm Stare waren der Abschluss eines kleinen, aber wirklich feinen Abenteuers, direkt vor meiner Haustür.

Schnorcheln Wien Naufahrt

Schnorcheln Wien Naufahrt

Wie ich unlängst gelesen , nennt man solche kleinen Ausflüge neuerdings “Mikroabenteuer und sind anscheinenden gerade absolut hip. Was steckt dahinter?

Mikroabenteuer vor der Haustür?

Der Begriff Mikroabenteuer klingt wie ein abgefahrener Trend für Städter, die mal aus der Betonwüste rauswollen. Tatsächlich steckt eine ganze Bewegung dahinter. Es geht darum, sich kleine Fluchten aus dem Alltag zu schaffen, die Natur zu erleben und die unmittelbare Umgebung zu erforschen und wahrzunehmen. Warum soll man nur in der Natur sein, wenn man vorher zig Stunden im Flugzeug verbracht hat? Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne wirklich so nah liegt? Die Natur in der eigenen Umgebung bewusst zu erkunden kann  erholsamer und spannender sein, als ein Kurztrip am Wochenende.

Es reicht, sich einfach an einen See zu setzten und die Gedanken schweifen zu lassen. Den Vollmond ansehen oder eine Sonnenuntergang zu beobachten. Wer einen Garten hat, kann dort mal eine Nacht im Zelt verbringen. Oder auch einfach einen Tauchgang mit Freunden am See machen. All das wird neuerdings also als Mikroabenteuer definiert. Man kann es aber auch wie früher einfach “rausgehen” nennen. Es gibt so unendlich viele Möglichkeiten, aktiv in der Natur unterwegs zu sein.  Kleine Ausbrüche aus dem Alltag tun der Seele gut. Ob man es nun Mikroabenteuer oder Ausflug nennt, ist doch egal.

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