Ich bin ewig nicht mehr getaucht. Ob Pandemie, Schwangerschaft, Baby oder einfach nur Winter. Immer kam was dazwischen. Doch nun geht es wieder los. Was ich mache, damit ich sicher wieder unter Wasser unterwegs bin, das liest Du hier.

 

1.   Ausrüstungscheck

Als erstes nehme ich mir meine Ausrüstung vor. Ich überprüfe alles visuell, nehme jedes Teil einmal in die Hand. Checke,  ob nichts wackelt, klappert oder klemmt. Dann bringe ich den wichtigsten Teil meiner Ausrüstung, meinen Atemregler, zum Service. Beim Trocki würde ich ebenfalls den Schlauch prüfen lassen, aber momentan habe ich keinen.

Die Flasche kommt zum TÜV. Ich zähle mein Blei, gucke mir die Bleitaschen und den Gurt genau an. Ich gucke mein Maskenband genau an und meine Sicherheitsboje. Wichtig ist auch der zu schauen, ob der Tauchcomputer noch Batterie hat. Dann sortiere ich alles wieder in meinen Tauchkoffer und bereite mich auf den nächsten Tauchgang vor.

2.   Besuch beim Taucharzt

Jedes Jahr gehe ich um Lungenfacharzt, um mich gut untersuchen zu lassen. Es geht nicht nur darum, die Tauchertauglichkeitsbescheinigung zu erhalten. Sondern wirklich darum, die Lunge gut checken zu lassen. Lungenröngen, Test der Lungenkapazität sind wirklich wichtig. Speziell nach der COVID Pandemie mus die Lunge unbedingt gut untersucht werden. Das Virus kann massive Schäden anrichten, selbst wenn der Verlauf eher mild war.

3.    Check-Dive

Für mich steht ein Check-Dive im See an. Mit der geprüften Ausrüstung geht es in den nächsten See, für mich ist das der Neufelder See. Ich tauche zunächst flach ab, übe die Tarierung. Schaue, ob ich die perfekte Menge Blei habe. Denn das Gewicht schwankt ja auch über den Winter bei vielen Taucher:Innen. Ich fühle einfach auch in mich hinein. Passt der Anzug, fühle ich mich mit meinem Jacket wohl. Weiss ich noch, wo was ist. Wie ich im Notfall reagiere. Wie ich die Boje aufblase, wie Wechselatmung funktioniert.

Übe einen Notaufstieg oder auch mal einen Buddy aus dem Wasser zu holen. Dann tauche ich einfach nur. Flossenschlag um Flossenschlag komme ich wieder in meinem Liebligselement an. Und stelle fest, es klappt alles noch sehr gut.

 

4.   Die Unterwasserkamera

Da ich sehr gerne fotografiere, unterziehe ich auch meine Kamera einem Check. Ich nehme das leere Gehäuse  beim zweiten Check-Dive mit, um zu schauen, ob es dicht ist. Davor habe ich alle O-Ringe visuell geprüft und mit Silikon eingeschmiert. Die Kamera selber schaue ich mir auch genau an, überprüfe die SD-Karte und lade den Akku auf. Den Blitz gucke ich genauso sorgfältig an, tausche die Batterien und prüfe ebenfalls den O-Ring.

About the Author: Bettina Winert

Mutter von 3 Kindern, im Exil in Wien lebend. Autorin, Taucherin und begeisterte Gärtnerin.

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