Es gibt sie, diese Traumdestinationen. Die uns in ihren Bann ziehen und nie wieder loslassen. Die uns zeigen, was das Tauchen so außergewöhnlich macht. Eine von diesen Destinationen ist ganz bestimmt Indonesien. Es gibt unzählige Tauchspots in dem Land. Dennoch sticht eine Region besonders hervor. Die Rede ist vom Nationalpark Bunaken. Dieser befindet sich im Norden von Sulawesi, im Herzen des indonesischen Korallendreiecks.

Zurück nach Sulawesi

Ich habe das unendliche Glück, dass ich mit meiner Frau schon fünf Mal hier tauchen durfte. Seit 2010 kommen  wir regelmässig in das Siladen und Spa Resort. Früher war die Anlage  ein eher durchschnittliches Resort. Sauber, angenehm und gut gelegen in der Inselgruppe der Siladen. In den letzten Jahren ist die Anlage unter dem  Management-Team Ana Fonseca &  Miguel Ribeiro zu einem Luxusresort geworden. Die beiden  haben bereits in Mexico, Wakatobi und im Lembeh Resort gearbeitet.  Sie kennen die Wünsche der Kundinnen und Kunden. Wer Luxus und Erholung sucht, ist hier genau richtig.

Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken

Auch durch die Pandemie hat das Management das Resort ohne staatliche Hilfe navigiert. Sie haben die lokalen Angestellten zum größten Teil halten können, ein absoluter Kraftakt in Zeiten der Pandemie. Denn im Gegensatz zu Europa gab es in Indonesien keinerlei Förderungen oder sonstige finanzielle Unterstützung.

Tauchen im Nationalpark Bunaken

Den Tauchspots im Bunaken Nationalpark hatte die Pandemie natürlich  nicht geschadet, die Riffe sind gesund, die Korallen in einem sehr guten Zustand. Wer Schildkröten mag, wird hier nicht enttäuscht, es gibt sie in allen Größen. 80 Schildkröten auf einem Tauchgang sind hier an manche Spots keine Besonderheit.

Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken

Tauchen Siladen und Spa Resort BunakenTauchen Siladen und Spa Resort Bunaken

Ansonsten ist das Tauchen hier sehr vielfältig – auf den Festland-Spots gibt es „Muck“ mit winzigen Frog fishes, Flamboyant cuttlefish, Oktopusse, und ein paar interessanten Geschöpfen wie Snake eels oder Stargazer. Die Dichte ist hier nicht so hoch wie in Lembeh, dafür gibt es hier auch deutlich weniger, wenn auch immer noch zu viel, Müll. Das wäre dann  noch eine andere Geschichte.

Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken

Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken

Die Mehrheit der Tauchplätze sind „wall dives“, beim nicht mehr aktiven Vulkan Manado Tua geht es 2.000 Meter in die Tiefe, das ist dann vielleicht doch etwas übertrieben. In den Wänden leben, neben den Schildkröten, alle möglichen Nudis, Krebse und Krabben bis hin zu „Pigmy seahorses“. Wer keine ordentlich Tarierung hat, sollte sich von den Wänden eher fernhalten und den ausgezeichneten Guides das Aufspüren der oft winzigsten Tierchen überlassen. Gleiches gilt natürlich auch für die „Muck spots“. auch dort haben wir zum Teil Abenteuerliches erlebt, was bei einem Tauchgang nichts verloren hat.

Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken

Es ist im Übrigen schon auch erschreckend, wie wenig fit manche TaucherInnen sind, und sich trotzdem einbilden, zu tauchen und dann auch noch fotografieren. Aber auch das wäre einen eigenen Beitrag wert. Auf jeden Fall ist es eine sehr farbenprächtige Unterwasserwelt, die nach natürlich bei Sonnenschein noch mehr zur Geltung kommt. Oft gibt es Plateaus auf fünf Meter, auf denen man stundenlang verharren könnte, so viel tut sich da.


Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken Tauchen Siladen und Spa Resort Bunaken

Generell ist es jedenfalls in Bunaken so, dass wirklich für jeden etwas dabei ist. Eher nicht sehen wird man Walhaie oder Mantas, auch wenn erstere vereinzelt gesichtet wurden (u.a. bei einem „Discover Scuba Dive“, was echt eine Frechheit ist). Man sieht gelegentlich Black und White tips, tagsüber zumeist unter Felsen oder in Höhlen schlafend. Bumpheads, Napoleons oder Adlerrochen tauchen immer wieder mal kurz auf, richtige „Schools“ gibt es aber leider keine. Wer das sehen will, muss z.B. eher nach Raja Ampat.

Neben Siladen Resort & Spa gibt es auch noch ein paar andere, auch günstigere Ressorts in der Gegend. Siladen bauen gerade in der Nähe von Bangka in einem bestehenden Ressort neue „Beach Villas“, da wird es dann auch spannende Kombinationsmöglichkeiten geben, ohne dass man tagelang in Indonesien herumreisen muss. Leider haben aber einige kleinere und günstigere Ressorts die Pandemie nicht überstanden und das ist sehr traurig. Auch deshalb, weil Tauchen in Indonesien offenbar immer mehr ein Privileg der älteren Generation wird. Junge Leute unter 30 sind die absolute Ausnahme. Wohl auch deshalb, weil so ein Tauchurlaub natürlich eine sehr kostspielige Angelegenheit ist und die Preise wohl auch noch weiter steigen werden. Das ist jedenfalls sehr schade, diese Entwicklung ist gar nicht gut. Auch die junge Generation Taucher und Taucherinnen sollte dieses Paradies sehen können.

 

Fotos und Texte: Martin Sadleder

About the Author: Bettina Winert

Mutter von 3 Kindern, im Exil in Wien lebend. Autorin, Taucherin und begeisterte Gärtnerin.

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