Tauchen in der Slowakei: Aquarea, Čierna Voda.

Wohin in Zeiten von COVID 19?

Dieser Sommer war taucherisch durch die Reisebeschränkungen eher etwas mau, zumindest was die Tauchgänge im Ausland angeht. Ägypten, Indonesien – all diese Traumziele waren quasi unerreichbar. Es war Mitte August, als unsere gute Bekannte Andrea bei uns in der Tauchergruppe fragte, ob jemand von uns die Aquarea kennt. Niemand von kannte  diesen Tauchspot bzw. diesen Baggersee. Die Website (leider nur auf Slowakisch) sah allerdings vielversprechend aus und so verabredeten wir uns für den 12. September.

Die Anreise erfolgte dank Google Maps problemlos und wir erreichten das Areal in knapp 1,5 Stunden Fahrzeit ab Wien. Empfangen wurden wir bei der Einfahrt von zwei älteren Damen mit Fiebermessgerät. Nachdem obligatorischen Fiebermessen fuhren wir ans andere Ende der Anlage und nach dem Check-In und der Zahlung der Tagesgebühr in Höhe von EUR 8,- waren wir auch schon im „Taucher-Bereich“.


Neben einer großzügigen Liegewiese gibt es vor Ort auch kleine Pavillons und Bänke, die für die Ablage des Equipments genutzt werden können. Zudem gibt es auch eine kleine Tauchbasis, die neben Blei und Flaschen, auch weiteres Equipment zum Leihen anbietet. Auch Nichttaucher kommen in der Hauptsaison bzw. im Sommer auf ihre Kosten. Denn der Teich lädt abseits des Tauchens zum Schwimmen und Entspannen ein.

Der Unterwasserpark in Čierna Voda

Aber auch Unterwasser überzeugt die Aquarea, vor allem, wenn man entspannte Tauchgänge, in nicht allzugroßen Tiefen unternehmen will. Und es gibt auch einiges zu entdecken. Leider war die Sicht nicht so gut, daher sind auch meine Fotos etwas dunkel geworden. Aber es waren dennoch tolle Tauchgänge und die Betreiber bieten uns Taucher einiges. So wurden ein Omnibus, ein Segelflugzeug und eine Straßenbahn versenkt, die Heimat von zahlreichen Hechten, Karpfen und Barschen sind.



Die einzelnen Sehenswürdigkeiten sind an Land auf der Tauchplatzkarte übersichtlich dargestellt und unter Wasser sind alle „Sehenswürdigkeiten“ mit Leinen verbunden.

Ein „Verirren“ ist somit eigentlich gar nicht möglich. Nach 2 lustigen Tauchgängen stand für uns auch schnell fest, dass wir demnächst wiederkommen werden. Und so geschah es dann auch – nur eine Woche später waren wir wieder dort!





Ich kann Aquarea nur weiterempfehlen, es ist einfach eine gute Alternative zu den bekannten Seen in der Nähe von Wien. Außerdem fühlt sich ein kleiner Ausflug ins nachbarliche Ausland gerade in diesen verrückten Zeiten wirklich wie ein Abenteuer ein. Man kommt ja sonst kaum noch raus.  Wir werden 2021 sicher wieder kommen!

Text: Tamara Ladner. Fotos: Tamara Ladner, Andrea Ludman.

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